Traditionell sollte im Herbst unser Pleißeangeln stattfinden. Leider ist die Pleiße in Markkleeberg aktuell schwer zu beangeln. Die Uferbereiche sind zugewachsen und im Flussbett ist mehr Wasserhahnenfuß als Wasser. So wichen wir an den Markkleeberger See aus. Leider war die Teilnehmeranzahl, wie in den letzten Jahren auch, sehr gering. Wahrscheinlich haben es die anderen Mitglieder des Vereins schon geahnt und sind deshalb im Bett geblieben. Es war früh ziemlich kalt, teilweise reichten die Temperaturen Nachts an die 0°C und wir fuhren wieder einmal ohne Fangerfolg nach Hause.
In der Nacht vom 21.06.2025 bis 22.06.2025 fand unser traditionelles Nachtangeln am Markkleebeger See statt. Ob es an den extrem heißen Temperaturen, an den vielen Badegästen am Weststrand, den unzähligen Graugänsen im Wasser oder der Kuhweide im Rücken lag, lässt sich schwer einschätzen. Es waren nur 11 Angler unseres Vereins am Start. 3 Angler sind nach kurzer Zeit an den Großen Parkteich im Agra-Gelände ausgewichen.
Zuerst haben wir unseren neuen Grill eingeweiht, denn anglerisch war bis zum Dunkelwerden nichts los. Bei dem Einen oder anderen sollte es auch so bleiben. Angelfreund Hans-Jochen B. schoss aber zum Nachtangeln den Vogel ab, oder wie auch immer das bei Anglern heißen möge. Er fing an einem Abend mehrere Fische, wobei drei als Ausnahmefische bezeichnet werden könnten. Er fing einen Hecht (91cm), einen Barsch (45 cm) und einen Aal (72 cm). Petri Heil! zu diesem tollen Erfolg.
Die Fänge der anderen Angelfreunde waren: Ein Aal von Henry M. mit 51 cm, ein 35 cm Döbel von Tobias Sch. und ein untermaßiger Aal von Wilfried N. Angelfreund Hans-Jochen wird wohl zukünftig nur noch mit einer Angel angeln dürfen, um seine Angelfreunde nicht zu demoralisieren. Ob unser nächstes Nachtangeln wieder am Markkleeberger See stattfinden wird, werden wir bei der Terminplanung für 2026 diskutieren.
Endlich war es soweit. Passenderweise zum Kindertag trafen sich alle fünf erwartungsfreudigen Kinder und Jugendliche unserer Jugendgruppe (und ihre Papas) zum ersten gemeinsamen Angeln am Agra Teich. Nach einer kurzen Absprache der Basics begann pünktlich um 8.00 das Angeln. Die Bedingungen am Wasser waren eigentlich sehr gut und auch das Wetter spielte mit; ein paar Regentropfen taten der Begeisterung keinen Abbruch. Die ganz großen Fische blieben zwar aus, aber es wurden einige Barsche, (auch Sonnenbarsche, die als invasive Arten entnommen wurden) und Weißfische gefangen. Leider konnte ein Karpfen, den Johannes schon fast erfolgreich ausgedrillt hatte, nicht zum Landgang überredet werden. Im letzten Moment vor dem Kescher brach die Vorfachschnur. Da war im ersten Moment die Enttäuschung natürlich groß, aber er am Ende überwog auch das Erlebnis eines spannenden Drills. Etwa auf der Hälfte des Angelvormittags gab es noch eine paar Hinweise zum Thema Grundfutter und einen kurzen Einblick in das Method Feedern, mit einem ungeplanten Ende (wird an der Stelle nicht verraten😅) von mir. Die Kids erwiesen sich schon als geübte Angler, z.B. beim Werfen. Ein paar Hinweise zur Gestaltung der Tackle hinsichtlich der avisierten Zielfische rundeten den Vormittag ab. Gegen 12.00 beendeten wir das Angeln und da an diesem Tag ja alle Kids Gewinner (und Hauptpersonen) waren, gab es zur Belohnung noch etwas Futter bei de Fische und eine Tüte essbare Schnüre für die Jungangler. Ich denke es hat allen Spaß und Lust auf mehr gemacht. Ein Dank geht auch an Spfr. Sven Gutzeit, der mich tatkräftig unterstützte.
Am 26.04.2025 trafen sich 13 Angler unseres Vereins zum Anangeln am Waldbad Lauer. Dieses mal waren auch 4 Mitglieder unserer Jugengruppe dabei. Das Wetter war herrlich und so hofften wir auf große Beute.
Aber es war wie immer, die Fische blieben im Wasser und die Angler gingen mit ziemlich leeren Händen, aber gut gelaunt und etwas erholt nach Hause. Den größten Fisch, eine Bleie von 50cm, fing Angelfreund Alexander G. und den wahrscheinlich kleinsten Fisch Jungangler Marvin S. Da half es auch nichts, wenn die Jungangler mit einschlägigen Tipps von Angelfreund Detlef A. unterschützt und angeleitet wurden.
Eine weitere Bleie konnte von Angelfreund Wilfried N. gefangen werden. Wir werden es in absehbarer Zeit wohl wieder versuchen (müssen).
07.04.2025 bis zum 10.04.2025 fanden die sächsischen Meersangeltag an der Ostseeküste von Mecklenburg statt.
Und wir waren wieder dabei. Angler und Anglerinnen von den drei Regionalverbänden trafen sich zum gemeinsamen Brandungsangeln und zum Spinnfischen im Meer. Zentraler Anlauf- und Treffpunkt war wieder der Bungalow von Thomas M. auf dem Zeltplatz „Ostseecamp Seeblick“ in Rerik, der bereits immer schon ein Jahr im Voraus reserviert wird. Einige Angler brachten auch ihre Partner bzw. Partnerin oder auch ihre vierbeinigen Freunde mit, so das der Bungalow von Angelfreund Thomas oft einem Vereinsheim glich.
Das Brandungsangeln fand an den Stränden von Kägsdorf und Heiligendamm statt. Geplant waren vier Durchgänge. Leider musste ein Durchgang wegen hohem Wellengang ausfallen. Wir folgten damit der Empfehlung der lokalen Angler und Fischer. Brandung ist zwar nicht schlecht, aber Wellen bis 1,7 m waren auch uns zu heftig. Starke Brandung bringt regelmäßig Grünzeug mit und dann werden aus Angler oft „Algengärtner“. Außerdem mussten wir mit Lieferengpässen klar kommen. Augenscheinlich waren trotz Vorbestellung nicht ausreichend Wattwürmer an der Ostseeküste zu bekommen. Zukünftig werden wir wohl mit blanken Haken oder Brötchenteig angeln müssen. Gefangen wurden beim Brandungsangeln ausschließlich Plattfische. Gefühlt wurden jedoch nur die Hälfte der Fische vom letzten Jahr gefangen. Das hatte den Vorteil, dass man beim Fischeputzen deutlich schneller fertig war und mehr Zeit für gemütliches Beisammensitzen blieb. Da das Brandungsangeln erst Nachmittags stattfand, blieb am Vormittag ausreichend Zeit, um den Meerforellen nachzustellen oder das Tackle zu tunen. So trafen sich vor dem Frühstück immer die gleichen Angler um nach hundert Würfen zu erkennen, man hätte auch im Bett bleiben können.
Trotzdem wurden Meerforellen in Küchengröße gefangen. Manch einer fing sogar zwei Stück in dieser Zeit.
Angelfreund Thomas M. sorgte mit viel Einsatz dafür, dass die sächsischen Meeresangeltage zu einer gelungenen Veranstaltung wurde. Zum Glück für ihn, konnte er sich dabei auch auf sein Helfer verlassen. Vielen Dank für Euren Einsatz. Planmäßig sind wir nächstes Jahr wieder am Start und vielleicht bringen wir noch ein paar andere Angler mit.
Petri Heil Jörn Ruckhaber 1. Vorsitzender AVM e.V.